Schützenhaus Schönau wurde zum „Theater Schönau“

Ein Jahr lang lief das Theater-Projekt an unserem Teilstandort in Wenden-Schönau unter Leitung von Christa Weigand (Schauspielerin). 7 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 7-9 sowie Frau Braach und Herr Gelsomino (Integrationskraft) spielten das Stück „Liebe“.

Die Ideen für das Stück stammten von den Schülerinnen und Schülern selbst. Sie entwickelten im Laufe des Jahres unterschiedlichste Figuren und dachten sich Szenen aus. Christa Weigand brachte all diese Ideen zu einem Theaterstück zusammen. Ab den Sommerferien wurde dann intensiv an dem Stück gearbeitet. Während die Proben noch etwas „chaotisch“ abliefen, geprägt von Aufregung und Konzentrationsschwierigkeiten waren die Aufführungen ein voller Erfolg. Jeder Schüler kannte seinen Text, jeder Einsatz saß, an alle Kleinigkeiten wurde gedacht – ein reibungsloser Ablauf.

Zu den Aufführungen am Donnerstag, 23. und Freitag 24.11.2017 kamen die Schülerinnen und Schüler der Janusz-Korczak-Schule (Wenden und Lennestadt) mit ihren Lehrkräften, Eltern, Erzieher und Nachbarn der Schule. Am Freitagvormittag platzte das Schützenhaus in Schönau aus allen Nähten. Das Publikum war begeistert, lieferte standing ovations, Bravo-Rufe und viel Applaus und Komplimente für die Schauspieler. „Ich fand es atemberaubend und spannend bis zum Schluss,“ so eine Reaktion eines Mitschülers. Einige Schüler fragten sofort, ob sie im nächsten Jahr auch an der Theater-AG teilnehmen dürften. Die Schauspieler selbst waren glücklich und erleichtert nach den erstklassigen Aufführungen. Die Akteure waren auch völlig begeistert:  „Ich fand es schön, dass mich andere Lehrer gelobt haben und war ein kleines bisschen stolz auf mich.“ Eine weitere Reaktion war: „Auf der Bühne zu stehen ist etwas Besonderes, man sieht wie andere mitlachen. Der Applaus war wie eine warme Dusche.“

Dieses Projekt war eine große Bereicherung für unsere Schule. Frau Weigand ist es gelungen, die Schülerinnen und Schüler für das Theaterspiel zu begeistern. Ihr ist es gelungen, die schöpferische Fantasie der Jugendlichen zu wecken, somit konnten die Spielenden ihre Ängste überwinden, Vertrauen zur eigenen Leistung gewinnen und Emotionen tanzen lassen. Wir sind wahnsinnig stolz auf die Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler und auf das was wir gemeinsam geschafft haben. Die Zusammenarbeit mit Christa Weigand war großartig, umso mehr freuen wir uns darüber, dass wir das Projekt im neuen Jahr fortsetzen können.

Christa Weigand: „Es ist jedes Mal für mich wie ein Geschenk, ein Wunder, wenn der Zauber der Bühne und die Magie des Theaters um sich greifen. Dann kommen Kräfte, von denen man vorher oft nichts wusste. Mir war wichtig, dass alle die für sie passende Rolle finden, in der sie kreativ agieren und sich damit ausdrücken können. Alle sind über sich hinausgewachsen! Waren mutig und bereit, sich spielend zu öffnen, und mit großer Spiellust in die gemeinsame Geschichte einzutauchen. Danke an die Schule, besonders an die Lehrerin Eva Braach, die – selbst Teil des spielenden Ensembles – mit Begeisterung und Kompetenz das Projekt begleitete. Zwei großartige Aufführungen!“

Folgende Akteure waren im Einsatz:

Celina als „Lisa“ und Muhamed als „Benjamin“ in den Hauptrollen spielten ein Liebespaar, das turbulente Abenteuer in der magischen Welt erlebte. Großes schauspielerisches Talent steckte u.a. in Marvin als „Thorsten, der Zauberer“ mit sächsischem Dialekt und einem Döner, der ihm Zauberkräfte verleiht. Mara als „Hexe Rosa“ beeindruckte u.a. mit ihrem Solo-Gesang. „Hans“, erstklassig gespielt von Jonas sowie seine Frau „Michelle“ (gespielt von Frau Braach) brachten die Zuschauer zum Schmunzeln. Jaden spielte u.a. den strengen Vater von Lisa, der mit seinem morschen Golf zu „Born to be wild“ auf die Bühne tuckerte. Hasan zeigte große Begabung in seiner Rolle als „Drake“.

Zum Inhalt des Stückes wird noch gar nicht viel verraten – vielleicht gibt es eine Wiederholung im neuen Jahr?

Text: Eva Braach

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