Geschichte der Schule

Die Anfänge der Janusz-Korczak-Schule gehen in das Jahr 1970 zurück. In diesem Jahr beschloss der Rat der Stadt als zukünftiger Schulträger die Errichtung einer Sonderschule. Durch den Erlass des Kultusministers vom 14. August 1970 wurde dieser Beschluss rechtskräftig bestätigt. Dieser sah u.a. vor, dass auch die lernbeeinträchtigten SchülerInnen aus der Gemeinde Kirchhundem in Lennestadt beschult werden sollten.

Über den eigentlichen Schulstandort wurde noch heftig debattiert bis schließlich am 1. Februar 1971 der Unterrichtsbetrieb mit zunächst zwei Klassen – jeweils zwanzig Kinder – im Gebäude der Grundschule Maumke aufgenommen wurde. Im Oktober 1971 kamen noch weitere Schüler aus der Gemeinde Kirchhundem hinzu. Die Schülerzahl stieg somit sprunghaft an; diese belief sich bereits nach einem Jahr auf 104 SchülerInnen. Dadurch war die räumliche Kapazität im Grundschulgebäude erschöpft; um dieses Problem jedoch lösen zu können wurden einige Klassenräume der alten Volksschule in Maumke zusätzlich genutzt.

Bereits im Schuljahr 1973/74 wurden 180 SchülerInnen in zehn Klassen – verteilt auf zwei Gebäude – im “Schichtunterricht” unterwiesen. Die dafür genutzten Räumlichkeiten entsprachen aber in keinster Weise sonderpädagogischen Ansprüchen. Deshalb wurden bald Forderungen laut nach einem neuen eigenständigen Gebäude. Die so viel versprechenden positiven Ansätze und Wünsche nach einem neuen Standort mit Schulneubau verflogen jedoch so schnell wie sie gekommen waren.

Am 1. August 1979 bezog die Schule schließlich das Gebäude der ehemaligen Grundschule in Meggen. In einer Feierstunde am 18. Mai 1982 erhielt unsere Schule den Namen des jüdischen Kinderarztes, Schriftstellers und Pädagogen Janusz Korczak.

Im Jahr 1994 tat sich für unsere Schule erneut eine weitere räumliche Perspektive auf. Durch den Zusammenschluss der beiden Hauptschulen Grevenbrück und Elspe zu einem gemeinsamen Verbund am Schulstandort Elspe wurden Klassenräume und Fachräume im ehemaligen Hauptschulgebäude Grevenbrück frei. Da die Schule “aus allen Nähten platzte”, erfolgte der Umzug nach Grevenbrück zum Schuljahr 1994/95. Das vorgefundene Raumangebot erwies sich zunächst als durchaus optimal, Fachräume, Klassenräume und entsprechende Nebenräume waren vorhanden.

Im Jahr 1998 musste allerdings aufgrund der überaus hohen Schülerzahlen ein Antrag auf Schulraumerweiterung (20.8.1998) an den Schulträger gestellt (s. Darstellung “Entwicklung der Schülerzahlen”) werden. Es fehlten 5 Klassenräume, 1 Fachraum für ‘Textiles Gestalten’ und mehrere Gruppenräume. Der Antrag auf Schulraumerweiterung wurde im August 1998 durch den Rat der Stadt Lennestadt genehmigt. Die Baumaßnahmen begannen Ende März 1999. Im Zuge dieser Erweiterung wurden auch Toilettenanlage und Aula erneuert.

Am 12.5.2000 wurde diese Baumaßnahme (700 m² zusätzliche Nutzfläche/ Kostenpunkt 2,2 Mio. Mark) feierlich eingeweiht.

Im Schuljahr 2001/2002 erreichte die Janusz-Korczak-Schule mit einer Schülerzahl von 225 Schülerinnen und Schülern ihren Höchststand. Mit dem Schuljahr 2002/03 sanken die Schülerzahlen bedingt durch den demographischen Wandel wieder langsam. Im Rahmen der Inklusion wurden immer mehr Schüler mit Förderschwerpunkten im Gemeinsamen Lernen in den Regelschulen unterrichtet. Dies hatte zur Folge, dass die Schülerzahlen in allen Förderschulen im Kreis Olpe zurückgingen. Zum Schuljahr 2014/15 beschlossen die Schulträger der Förderschule Lernen und Emotionale und Soziale Entwicklung, die Albert-Schweitzer-Schule in Attendorn, die Pestalozzi-Schule in Olpe und die Geschwister-Scholl-Schule in Wenden zu schließen und eine Förderschule mit zwei Standorten zu erhalten. An der Janusz-Korczak-Schule werden im Schuljahr 2015/16 insgesamt 161 Schülerinnen und Schüler mit den Förderschwerpunkten Lernen und Emotionale und Soziale Entwicklung unterrichtet. Der Schulträger ist der Kreis Olpe.